Projekt :: Dodge Challenger Trans Am 1970
Dodge Challenger Trans-Am 1970
1970 war das Blütejahr der Trans-Am: zu keinem späteren Zeitpunkt sollte es ein stärkeres Herstellerengagement geben, nie wieder mehr neue Wettbewerbsfahrzeuge. Eines der attraktivsten und spektakulärsten Entreés stellte McKee-Engeneering mit seinem giftgrünen Dodge-Challenger, pilotiert von Sam Posey.
So entstand der Plan, dieses Fahrzeug für die Rennen der „American Racing Days“ der Clubs in Kiel, Hude und Siegen aufzubauen. Als Basis für den Body diente der Plastikbausatz von Revell. Abweichend vom Original wurde der Body nicht verbreitert, um die in der Klasse 2 vorgeschriebene Spurbreite von 75 mm nicht zu überschreiten.
Die Lackierung des Bodys erfolgte mit einem selbstgemischten Giftgrün, die Hutze auf der Motorhaube und das Dach wurden vorbildgerecht schwarz lackiert. Decals lieferte Fred Cady, wozu anzumerken ist, dass das Design geringfügig vom Original abweicht und die Haftung der schwarzen Decals –für Cady untypisch- miserabel war. Nach der Beklebung der zahlreichen Rahmen mit Bare Metal erfolgte die Klarlackierung. Das Original hatte ein Vinyldach und eine mattschwarze Hutze. Um diesen optischen Effekt beim Modell zu erzielen, wurde der Klarlack über den schwarzen Flächen mit Schleifpads soweit aufgeraut, bis er matt wirkte.
Die zahlreichen Details sollen hier nicht im Einzelnen erläutert werden, die Fotos sprechen hier glaube ich für sich. Als Interieur kam ein tiefgezogenes Teil von Wiesel zum Einsatz. Trotz aller „Sparmaßnahmen“ wog der komplettierte Body mit montierten Befestigungswinkeln 68 g. Als Chassis kam ein Schöler Pantera G zum Einsatz, hier wurde an zahlreichen Stellen geschnitten und gespart, dafür am Heck wiederum Blei platziert. Das komplette Auto wog schließlich genau 198 g. Als Hinterraddurchmesser entschied ich mich für „große“ 26,5 mm (bei einer Übersetzung von 12:44), um das Fahrzeug nicht durch „Niederquerschnittsreifen“ zu entstellen. Auch die Bodenfreiheit wurde zwar gegenüber dem Vorbild reduziert, jedoch nicht auf „Lowrider“-Dimensionen.
Mit all diesen technisch eher ungünstigen Voraussetzungen (übergewichtiger Body, große Hinterräder, Überschreitung des vorgeschriebenen Mindestgewichts um fast 20g) wurde das Auto erstmals bei den American Racingdays 2004 in Kiel eingesetzt – und siehe da, mein dicker Dodge Challenger landete auf einem erstaunlichen 3. Platz im Rennen!
Nach einem zweiten Renneinsatz bei den ARD in Hude 2004 und einer Vorstellung dieses Fahrzeuges in der "Car-on-line", Jan. 2005 tritt Nr. 77 in den Ruhestand und nimmt einen besonderen Platz in meiner persönlichen Sammlung ein. Und nun viel Spaß beim Betrachten der Bilder!
