Projekt :: Bauanleitung Austin Healey 3000
mit dem Bodykit des Austin Healey biete ich ihnen erstmals eine Online-Bauanleitung an. Bilder sagen immer mehr als Worte, neben ausführlichsten Beschreibungen möchte ich ihnen auch etliche grundlegende Techniken vermitteln, die auch auf andere Fahrzeuge anwendbar sind.
Vorbereitung des Bodys: Neben kleineren Säuberungsarbeiten sind die Bohrungen für den Rückspiegel sowie die Fotoätz-Scheibenrahmen (wahlweise ein oder zwei) anzubringen. Ein kleines zusätzliches Detail sind zwei Nieten (-bohrungen), die sich später über den Scharnieren des Kofferaumdeckels befinden. Bitte vergessen sie nicht, die Öffnungen für die Hauptscheinwerfer zu durchbrechen. Ich empfehle auch eine Passprobe des Kühlergrills.
Lackierung: Am schönsten sieht dieses Auto zweifarbig lackiert aus. Die dazu erforderlichen Abklebearbeiten lassen sich gut mit Werksfolie - in dünnen Streifen geschnitten - durchführen. Gute Farbkombinationen sind: BRG, Flanke silber (wie auf dem Foto) BRG-Flanke Creme, Hellrot-Flanke Creme, Hellblau-Metallic-Flanke Creme. Als einfarbige Lackierungen bieten sich BRG (british racing green) oder Hellrot an.
Fahrwerk: gut geeignet sind die Fahrwerke Schöler Striker 40,48 und das Momo MP 08.1. Der Leitkiel ist mit einem kleinen Umbau nach hinten zu versetzen. Eine ausführliche Anleitung dafür finden sie hier unter "projekte" in der "Bauanleitung kurzer Leitkiel". An dem hier zu sehenden Fahrwerk wurden Hinterräder mit dem Durchmesser 26 mm, Vorderräder mit dem Durchmesser 25,5, mm verbaut. Bei den Schöler-Chassis beträgt die maximal mögliche Breite der Felgen 8 mm, beim Momo-Chassis 6 mm. Diese schmalen Reifenbreiten tun dem Fahrverhalten ihres Autos keinen Abbruch, im Gegenteil, je schmaler das Auto, um so weniger Gripp darf sich über die Hinterräder aufbauen, um Kippen zu vermeiden. Haben sie keine passenden Felgen zur Hand, lassen sich die üblichen DSC 13 mm Felgen auf der Reifenschleifmaschine mittels einer Laubsäge sehr einfach zurecht schneiden.
Weissmetallteile: die Optik der extrem präzise gerfertigten "Chrom"-Teile wie Kühlergrill oder dem kleinen Lufthutzenrahmen lässt sich steigern, indem man die Vertiefungen mittels eines "Washings" schwärzt, siehe Lavado-Farbe. Es geht aber auch verdünnte Enamel-Farbe.
Fotoätzteile: die einzelnen Tele lassen sich sehr einfach mit einem Bastelskalpell auf einer festen Unterlagen aus der Platine trennen. Die Teile sind durchnummeriert, sie benötigen: Nr. 1 = Scheibenrahmen (wahlweise ein oder zwei), Nr. 2= Kofferaumscharniere, Nr. 3= Rückspiegel , Nr. 4= Einfassung für den Rückspiegel, 2 X Nr. 6 = seitliche Zierleisten, Nr. 7 = Haubenenblem, 2 X Nr. 8= Türgriffe, Teile Nr. 9,10,11,15 = wahlweise Zweipunkt oder Vierpunktgurtsystem, Nr 16 = Schriftzug für das Heck, 2 X Nr. 17= Typenschilder für Kühlergrill und Heck, Nr. 18 = Armaturenbrett, Teile 14 und 18 = Lederriemchensysteme, wem das zu fummelig ist, der kann alternativ die Teile Nr. 12 verwenden. Nr. 19= Befestigungsclips für das Tonneaucover.
Fotogeätztes Armaturenbrett: das beste Resultat erzielen Sie, indem sie dieses Teil mattschwarz airbrushen und anschliessend auf einer festen, geraden Unterlage mit 3000er oder 4000er Schleifpapier/-leinen überschleifen. So treten die erhaben geätzten Komponenten hervor.
Fotogeätzte Tpyenschilder und das Haubenenblem: Modellbauer mit ruhiger Hand können die erhaben geätzten "3000" mit einem feinen Pinsel rot bemalen.
In das Haubenenblem kann man verdünnte rote Farbe laufen lassen. Nach dem Durchtrocknen wieder Überschleifen um Farbüberschuss zu entfernen: so erscheint der winzig kleine Schriftzug in vorbildgerechtem Rot.
Verkleben kleinster Fotoätzteile: Teile wie die kleinen runden Clips für das Tonneau-Cover lassen sich mit kleinsten Klebepunkten 2K-Klebers befestigen, die man mittels eines Besenhaares aufbringen kann. Bei Schriftzügen pinselt man auf die Rückseite eine dünne Schicht 2 K-Kleber und legt den Schriftzug mit einer Pinzette auf die betreffende Stelle. Dabei sollte man zielsicher sein.
Montagereihenfolge: Bekanntlich führen viele Wege nach Rom, ich habe es wie folgt gemacht: Zuerst wurden alle Weissmetallteile verklebt. Danach wurde das Tonneaucover mit Tesa-Gewebeklebeband befestigt Danach kam der Armaturenträger an die Reihe, worauf das Fotoätz-Armaturenbrett geklebt wurde. Dann wurde die Vacu-Interieurwanne (mit Schaltknüppel , ohne Fahrer und Sitz) eingeklebt. Anschliessend stand erst einmal die Hochzeit mit dem Chassis an. Steht das Auto erst einmal auf den Rädern, können sämtliche Kleinteile und der Fahrer nach Gusto verbaut werden.
Für das Haubengurtsystem finden Sie hier unter "projekte" eine separate Bauanleitung. Als Auspuffsystem dienen zwei Aderendhülsen, die hinten an der Beifahrerseite angebracht werden. Hinweis für die Hauptscheinwerferlinsen: diese werden auf die Lampentöpfe aufgelegt. Eine saubere und endfeste Verklebung erzielen Sie, indem Sie die Lampentöpfe mit 2 K-Kleber "vollaufen" lassen, um so eine grösstmögliche Klebefläche zu erzielen.
Felgeninlets: die dem Kit beiliegenden Inlets sind das Beste, was sich in Kleinserie herstellen lässt, sind sogar hinterschleifbar und sehen bei entsprechender Farbgebung gut aus. Ehrlicherweise muss man sagen, dass trotzdem "echte", durchbrochene Speichen immer besser aussehen. Für mein Auto habe ich die Speichenfelgen des Revell 250 GTO verwendet. Diese wurden auf den passenden Felgeninnendurchmesser (15,2 mm) abgedreht, die Schüsseln wurden flach geschliffen und das Ganze seidenmatt Schwarz lackiert.
Sehr gut passen zu diesem Auto aber auch Minilite Felgen. US-Versionen sind auch mit Stahlfelgen und American Mags gefahren.
