Projekt :: L 19 V 8 Jerry Grant USSRC 1964
Werfen wir zunächst einen Blick auf das S/W Originalfoto: So sah das Fahrzeug 1963 aus: die ursprüngliche schmale Karrosserieform war noch vorhanden, allerdings mit Ausschnitten im Heck für die Auspuffendrohre des Buick V 8, der bereits eingebaut war. Das Fahrzeug war gelb, hatte rote Startnummern in weissen, tropfenförmigen Zahlenkreisen und schwarze Bardahl-Schriftzüge. In dieser Livery fuhr das Fahrzeug auch Anfang 1964 in der verbreiterten Version, die Scheinwerferabdeckungen waren allerdings schwarz lackiert. Fahrer war das von Ölmulti Bardahl gesponserte Nachswuchstalent Jerry Grant, der auch als einer der besten Cheetah-Piloten berühmt wurde.
Bereits 1964 reichte dies alles nicht mehr aus, um konkurrenzfähig zu sein und Jerry Grant´s L 19 hatte sich dramatisch verändert: Im Heck tobte ein Chevy-Smallblock V 8, die Radkästen waren extrem verbreitert worden um die breiten "Pellen" aufzunehmen und das schlichte Gelb war einem martialischen Metal-Flake-Grün gewichen. Bis 1965 wurde dieses Auto auf den amerikanischen Tracks eingesetzt, wobei sich Details von Rennen zu Rennen änderten.
Wenn Sie diese Version bauen möchten, brauchen Sie für die Vorderfelgen andere Inlets vom Ford GT MK. IV. Hier kann Jens Scaleracing sicher behilflich sein. Das komplette Design für dieses Fahrzeug und die auf dem S/W-Foto zu sehende gelbe Version finden Sie auf unserem neuen Decalbogen, der dem Kit ab sofort beiliegt.
1. hintere Kotflügelerweiterungen:
Das Biest braucht Luft zum Atmen! Unserem Kit liegen zwei etwas größere Lufthutzen bei, die -wie hier zu sehen- an den hinteren Kotfflügeln angebaut werden können. Hierzu ist etwas Anpassungs- und Spachtelarbeit erforderlich. Sind die Erweiterungen angebracht, werden die Kotflügel unter den Hutzen mit einer kleinen Kugelkopffräse durchbrochen. Die Ansaugtrichter sind zwei abgelängte Aderendhülsen, die mattschwarz lackiert und von innen eingeklebt werden.
2. Scheinwerferabdeckungen:
diese Arbeit erfordert viel Geduld und Genauigkeit . Zunächst werden die dem Kit beiliegenden Vacuteile supergenau an die Ausschnitte der Scheinwerfer angepasst , später von aussen in Wagenfarbe lackiert. Am Body werden die kompletten Scheinwerfer herausgedremelt (zu sehen auch bei unserer gelben Variante) um die Scheinwerferabdeckungen von innen mit Textilklebeband sichern zu können. Zusätzlich wurden die Abdeckungen auch noch mit 2K-Kleber an den Body geklebt. Schluss mit der Fummelei: ab sofort liegen dem Kit zusätzlich zwei weisse Polistyrol-Abdeckungen bei, mit denen man diese Arbeit sehr einfach erledigen kann.
3. Heck-/ Getriebeattrappe:
Dem Kit liegt eine Heckattrappe mit einer Befestigung für ein kleines Auspuffendrohr bei. Wenn Sie eine Doppelauspuffanlage darstellen möchten, muss dieser Zapfen entfernt werden. Kleben Sie einfach hinter die Getriebeattrappe einen 3 mm breiten Streifen aus 1mm Plastikprofil und kerben Sie mit der Feile die Rundungen für die größeren, beiliegenden Aderendhülsen ein- fertig! Verfeinerungen: Links und rechts sind auf dem Foto noch kleine SChellen um die Endrohre geklebt. Diese entstanden aus Schmuckdraht. Zusätzliches Detail ist der kleine Flüssigkeitsbehälter, der der Teilekiste entnommen wurde. Abwechslung bringen auch die hier verbauten Chevy-Rücklichter aus der Teilekiste.
4. Interieurwanne:
Das dem Kit beiliegende Interieur lässt sich durch eine Beplankung mit dünnem Alublech weiter verfeinern. Dazu werden einfach 12 mm breite Alu-Streifen mit Sekundenkleber auf die Seiten geklebt, der Materialüberschuss wird mit der SChere abgeschnitten-fertig! Ambitionierte Modellbauer haben die Option mit einem 0,5 mm Bohrer noch Nieten zu gravieren. Die fotogeätzten Wartungsklappen sind aus dem Fotoätzset für den Ford GT 40 von Studio 27.
Der Alu-Feuerlöscher stammt von Sakatsu und wurde mit fotogeätzten Schlaufen befestigt.
5. Fahrerfigur
Gestatten: Jerry Grant himself! Typisch für Grant war der silberne Helm mit weissem Visier und Bardahl-Logo. Als zusätzlichen Akzent neben den fotogeätzten Gurten hat Jerry die Brille gerade mal abgenommen und sich umgehängt, natürlich mit fotogeätzter Schlaufe im Helmband aus dünnster 3 M-Folie!
6. Cockpit:
Neben dem Armaturenbrett findet sich ein kleines Schalttäfelchen aus dünnem Alublech, welches mit Schaltern von Q-Models bestückt wurde. Über den SChaltern finden sich noch dünne rote Folien, die die Funktionsbeschriftungen simulieren. Hinter der kleinen Schalttafel führen einige Käbelchen in den Frontbereich. Farbtupfer ist das Lotus-typische rote Lenkrad, welches noch mit einem Lotus-Enblem versehen wurde.
7. Überrollbügel
Der hier zu sehende Überrollbügel entstand aus flexiblem 1,5 mm Plastikrundprofil, liegt dem Kit jetzt bei. Als Besonderheit führt die Gurtaufhängung zur Mittelstrebe des Bügels. Dazu wurde in die Mittelstrebe mit einem 0.5mm Bohrer eine Aufnahme für eine kleine Öse aus Schmuckdraht gebohrt, in die die Gurte eingehängt wurden. Kniffel, Kniffel, Kniffel.
So, mit diesen Tipps haben wir Sie einmal kräftig hinter die Kulissen schauen lassen. Uns ist klar, dass Ambitionen und Fähigkeiten in der Slotracinggemeinde sehr unterschiedlich gewichtet sind.
Wir würden uns jedoch freuen, wenn wir Ihnen einige Anregungen geben konnten, die Ihre Autos noch schöner werden lassen!
Viel Spaß beim Betrachten der Bilder!
