Projekt :: Cars for Franco Gianotti Trophy 2005/ IMCA Worlds - sponsored by Schöler Chassis
Eingeschobenes Update: Phoenix Racecars gewinnt den Concourse und erringt den Titel " Best Model Car Modeler of the World 2005". Aber auch der dritte Platz in der diesmal heiss umkämpften Konstrukteurs-WM zeigt, dass unsere schönen Autos auch schnell sind! Mehr über diese Veranstaltung erfahren Sie "nebenan" in den Projekten unter IMCA Worlds 2005.
F Daytona GTB 4 "Nart" Sebring 1970
Als Basis für den Body diente der gute alte Italerie-Bausatz. Um das Fahrzeug nicht zu hochbeinig auf die Räder zu stellen, wurden die hinteren Kotflügelverbreiterungen "scratch" aus Plastiksheet in einem etwas flacheren Winkel gebaut, wodurch die Hinterräder tiefer in den Radkästen stehen können. Nach den üblichen Lackierarbeiten ging es an die Detaillierung des Fahrzeuges, mit der ich meine Vorstellung von "show-modelling" demonstrieren wollte: Nicht weniger als 108 winzige Nieten zieren die Frontpartie. Der vordere Lufteinlaß wurde durchbrochen und vergittert.....aber sehen Sie selbst!
Die Haube wurde vorbildgerecht mit kleinsten, handgearbeiteten Lederriemchen arretiert, die Schnallen sind aus Schmuckdraht gebogen. An der Fahrzeugflanke findet sich neben dem "Notaus"-Schalter noch ein Positionslicht.
Die hintere Windschutzscheibe wurde mit fotogeätzten Scheibensicherungen versehen, die längs über die Scheiben verlaufenden Streben sind dünne Streifen silberner 3 M Folie. Neben Tankverschlüssen aus Alu finden sich am Heck noch Startnummerbeleuchtungen und schwarze Gummihaubenverschlüsse.
Original oder Modell? In der Heckperspektive kaum zu unterscheiden. Mit einer Spurbreite von 82 mm ist der Ferrari Daytona ein echter "Kracher".
Ford GT 40 "Cuomo" Sebring 1970 Nr.29
Für diese Fahrzeug wurde der handelsübliche Fujimi-Body geringfügig umgebaut: so wurde die Fronthaube mit zwei zusätzlichen Lüftungskanälen versehen (leider auf den pics nicht erkennbar), das Dach erhielt eine Auswölbung, die dem Fahrer etwas mehr Platz bietet. Recht aufwändig gestaltete sich die dreifarbige Lackierung:
Der Body wurde erst weiß grundiert, dann wurden die seitlichen Startnummern abgeklebt, danach kam die gelbe Grundfarbe. Danach wurde der gesamte Body abgeklebt bis auf die Flächen, die später schwarz lackiert wurden.
Die vordere Kühleröffnung wurde von innen ausgedremelt und mit einem Mittelsteg aus dünnem Federstahldraht und Edelstahlgitter verkleidet. Die fotogeätzten Haubenverschlüsse stammen aus dem Sakatsu-Sortiment. Empfehlenswert sind aber die auch die Zubehörteile von Studio 27.
Das Dach zeigt den angenieten "Bubble" für den klaustrophobischen Fahrer. Die Beule entstand aus Modelliermasse.
Das offene Heck mit komplett verkabelten Zusatzaggregaten erfordert reichlich Detailarbeit.
Auf den Bildern leider kaum zu sehen sind die Interieurs der Fahrzeuge, in die alle möglichen Detailarbeiten einflossen. Speziell bei den beiden Ford GT 40 ist die Verwendung des tiefgezogenen Interieurs von Matthias Parkes "Werk" ein echter Gewinn, der Zeit und Gewicht spart.
Ford GT 40 "Wonder" Daytona 1970 Nr. 18
Für diese brachiale Version des Klassikers mußte der Fujimi-Body etlichen Umbauten unterzogen werden: Die vordere Abrißkante der Fronthaube wurde begradigt, die Schweller wurden verschmälert, die hinteren Kotflügel wurden auf 82 mm(!!!) verbreitert und nach oben geöffnet.
Durch die offenen hinteren Radkästen ließ sich der Body geringfügig tiefer setzen als bei der gelben Variante.
Auf der begradigten Fronthaube sitzt eine fotogeätzte Abrisskante von TOJ. Alle Lüftungsöffnungen sind vergittert.
Dieser GT 40 hatte keine Blechabdeckung über seinem Motortrakt und ermöglicht so die Gestaltung einer schönen Motorattrappe mit Alutrichtern von Sakatsu und Kabeln von Modeler´s. Auf dem Dach sitzt eine Positionslampe.
Seitenansicht: Den Schriftzug "Scuderia Ray Wonder" fertigte mir Matthias Parke mit seinem Alpsdrucker, vielen Dank dafür. Feinarbeit floß einmal mehr in die mit Airbrush lackierten Scheibenrahmen ein: die winzigen eingeprägten Nieten wurden mit einer Zahnstocherspitze bemalt. Bemerkenswert an diesem Fahrzeug ist der exotische Rückspiegel, den ich vorher noch nie an einem Rennwagen gesehen hatte. Er entstand scratch aus 1,5mm Plastiksheet.
Die extrem verbreiterten Kotflügel kommen in der Heckansicht gut zur Geltung.
Last but not least die Technik: Alle Fahrzeuge rollen auf gefederten Schöler-Chassis.
